«BioSounds» - Musik aus unserer Umwelt

Hast du schon mal Zuhause vom Fenster oder im Garten den verschiedenen Vogelstimmen zugehört, an einem warmen Ort den Grillen gelauscht oder dich bei einem Waldspaziergang auf die verschiedenen Geräusche geachtet?

Die Musik aus der Natur kann sehr vielfältig sein und uns Wissenswertes über die Lebensräume und den darin stattfindenden Veränderungen erzählen. Ein offenes Ohr für unsere Umwelt zu haben, ist gerade mit der Klimabewegung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen besonders aktuell.

Doch die einzelnen Stimmen und die dazugehörigen Klanglandschaften als Ganzes einzufangen ist gar nicht so einfach. Oft funken wir Menschen dazwischen. Durch Industrie, Verkehr, Landwirtschaft etc. entstehen menschengemachte Töne, die sich mit den Tönen der Tiere und Natur vermischen, ja sie manchmal sogar verdrängen und verstummen lassen. Dabei würden wir vieles erfahren, wenn wir unserer Umwelt nur genauer zuhören würden.

Es lohnt sich also mal genauer hinzuhören und Neues zu entdecken.

Im Anhang findet sich das gesamte Dossier zur Projektarbeit / Projektwoche "BioSounds". Lade es herunter, drucke es aus und mache ein Arbeitsheft daraus. Evtl. passt es deine Lehrperson auch an und stellt das Heft für die ganze Klasse bereit.

Die Klänge aus unserer Umwelt werden nach Bernie Krause (*1938-heute) in 3 Bereiche eingeteilt. Alles was lebt und tönt gehört zur Biophonie, alle Tiere (Vögel, Waldtiere, Insekten etc.), aber auch Pflanzen oder Bäume. Dann gibt es den Bereich der Geophonie, dazu zählt, was zwar nicht lebt, aber trotzdem klingt.  Zum Beispiel der Wind, ein vorüberziehendes Gewitter oder der fliessende & rauschende Bach. Die dritte Kategorie bestehet aus den Klängen, die durch uns Menschen entstehen, die Anthropophonie. Stimmen, aber auch fahrende Züge und Autos, Maschinen und Baustellen. Diese Geräusche sind meistens chaotisch / unorganisiert und werden von uns deshalb oft als Lärm wahrgenommen. Wenn wir aber geordnet Töne produzieren, beispielsweise mit Instrumenten oder der eigenen Stimme, dann sprechen wir meistens von Musik.

Im Dossier findet sich der ganze Theorieblock unter "Grundlagen Musik - Was tönt eigentlich alles draussen". Dies kann als Lesetext oder als Basis für einen Lehrervortrag dienen.

Auf geht’s, komm wir untersuchen dein Umfeld und lernen neue Naturphänomene kennen!

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In den 3 Bereichen Geophonie, Biophonie und Anthropophonie werden dir verschiedene Natur- und Klangphänomene präsentiert, zu denen du mehr erfahren kannst. Unter "Eine eigene Klangcollage erstellen" findest du die Aufgabenstellung, systematisch in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit ein Musikstück zu entwerfen. Das Kapitel "Von der Aufnahme bis zur Klangcollage" hilft dir Schritt für Schritt mit Tipps und Anweisungen zum Vorgehen.
Und in der Galerie "BioSounds" werden schliesslich die eingeschickten Beiträge präsentiert.
Viel Spass beim Durchstöbern und Entdecken!

Lizenz dieses Textes: Creative-Commons-Lizenz

In den nachfolgenden Aufgabenstellungen wird dir schrittweise erklärt, wie du deine eigene Klangcollage erstellst. Vom Aufnehmen von Umweltklängen, deren Bearbeitung, dem Erstellen und Gestalten einer Partitur, hin zum Arrangieren und Präsentieren einer fertigen Musikcollage zu einem gewählten Thema.

Diese Galerie zeigt Beispiele, wie eine Klangcollage nach einer bestimmten Fragestellung des Themenbereichs "BioSounds" tönen kann. Die Ausstellungsobjekte sind Audios und weitere Gestaltungselemente.

Klangphänomene der belebten Natur

In diesem Kapitel findest du  ausgewählte Naturphänomene (Fälle aus der Natur), die als Grundlage für deine Klangcollage dienen können. Zudem wird dir der Aufbau der Beiträge erklärt. Gehe auf eine Entdeckungsreise und lasse dich zu einem neuen Hör- und Gestaltungsabenteuer inspirieren.